Unternehmensziele mit OKRs fokussieren

Hinter "OKR", kurz für Objective - Key Result, verbirgt sich eine Management-Methode, mit der die Arbeit in den einzelnen Teams eines Unternehmens besser auf die strategischen Unternehmensziele abgestimmt werden kann: Objectives geben die Vision vor, Key Results ordnen den Objectives messbare Ziele vor – und das jeweils für einen fest definierten Zeitraum. Dabei werden OKRs sowohl auf Unternehmensebene festgelegt, als auch für Teams und Mitarbeiter. Die OKRs eines Mitarbeiters sollten dabei die Ziele des Teams unterstützen und diese wiederum zur Erreichung der Unternehmens-OKRs beitragen.

Erstmals machten OKRs durch die Einführung bei Intel in den 1980er Jahren von sich reden. Weitere Verbreitung fanden sie durch frühe Anwender wie Google, LinkedIn, Twitter, Zalando und Oracle. Die OKR-Methode basiert auf den Grundwerten Alignment (gemeinsame Ausrichtung auf die wesentlichen und wichtigsten Themen), Transparenz (jeder kennt alle Ziele der einzelnen Teams, aktiver Austausch ist ausdrücklich erwünscht), Commitment (Mitarbeiter und Teams bestimmen ihre Ziele passend zu den Unternehmens-Objectives selbst und arbeiten dadurch intensiver an der Zielerreichung) und intrinsischer Motivation (nachhaltige Motivation entfaltet sich aus Identifikation mit dem Unternehmen und den Aufgaben).

Bei Tudock erproben wir seit November 2017 OKRs in Drei-Monats-Sprints. Wir befinden uns also gerade in der Endphase unseres zweiten OKR-Zyklus und testen OKRs vorerst auf Unternehmens- und Teamebene. Dafür haben wir aktuell die folgenden Teams gebildet: Finanzen, Marketing und Vertrieb, Personal, Produktion, Produktmanagement und Unternehmen, wobei letzteres aus der Geschäftsführung besteht. Unsere OKRs halten wir so in unserem Wiki fest, dass alle OKRs von jedem Tudocker eingesehen werden können. Wir wollen zeigen: Was ist für welches Team gerade wichtig, wer braucht wo Unterstützung, wie kommen wir voran. Der Austausch hierüber findet im zweiwöchentlichen Unternehmensweekly statt, an dem jeweils ein bis zwei Verantwortliche aus jedem Team teilnehmen, um Fortschritte und mögliche Hindernisse zu besprechen. 

Konkrete Maßnahmen und Aufgaben zur Erreichung der Zielwerte legen unsere Teams selbstständig fest. Koordiniert wird das Ganze in den wöchentlich abgehaltenen Teamtreffen. Auch die Team-OKRs an sich bestimmen die Teams autonom. Die Planungen hierfür führen wir alle drei Monate kurz vor Beginn des nächsten Sprints durch. Weil OKRs kein Selbstläufer sind und wir auch die Reflexion über den zurückliegenden Sprint für wertvoll halten, aber gleichzeitig unsere Meetings auf ein sinnvolles Maß beschränken möchten, haben wir uns für eine Gesamtretrospektive jeweils am Ende eines Sprints entschieden.

OKR-Prozesse durch Austausch mit anderen verbessern: Das OKR Forum Hamburg

Unterstützung bei der Anwendung und Weiterentwicklung unseres OKR-Prozesses erhalten wir sowohl intern als auch extern: Intern hält bei uns Karsten die OKR-Zügel in der Hand. Er hat sich intensiv in das Thema OKR eingearbeitet, steht als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung, organisiert die Sprints und achtet darauf, dass unsere Treffen strukturiert und zielführend ablaufen. Während des ersten Sprints stand uns außerdem Hannes Albrecht von how-to-okr.com als Coach zur Seite.

Darüber hinaus suchen wir den Austausch mit anderen Unternehmen, die OKRs einsetzen. Und dafür gibt es in Hamburg neuerdings eine schöne Veranstaltung: Das OKR Forum Hamburg, organisiert von Sonja Mewes und Johannes Mueller – mit einführenden Vorträgen und einer Podiumsdiskussion. Der zweite Termin dieses Meetups steht schon am Dienstag, den 10. April 2018 an, erneut bei "Die Kartenmacherei" in der Hamburger Neustadt. Einlass ist ab 18:30 Uhr, das Programm mit Fokus auf Anreizmodellen startet um 19:00 Uhr. Hier geht's zur Anmeldung:

Meetup-Ankündigung OKR Forum Hamburg am 10.04.2018

Herausforderungen und erste positive Auswirkungen bei Tudock

Dank guter Vorbereitung lief die Einführung der OKR-Methode bei uns zwar nicht reibungsfrei, fiel aber auf fruchtbaren Boden: Zu Beginn hatten wir noch viele Fragen und gerade die Formulierung von Objectives und Key Results erfordert Übung. Dazu kamen bei dem einen oder anderen die Befürchtung, dass OKRs schlichtweg ein erhöhtes Arbeitspensum bedeuten würden, und eine gewisse Besprechungsmüdigkeit. Hier konnten wir durch die Anpassung der Häufigkeit und Länge unserer Treffen bereits gegensteuern. Außerdem nutzen wir mittlerweile ein einfaches Arbeitsblatt zur Vorbereitung der teamübergreifenden Besprechungen.

Die Herausforderung, wie sich Routineaufgaben, Tagesgeschäft und OKR-Aufgaben am besten verzahnen lassen, stellt sich hingegen weiterhin. Doch es zeichnet sich bereits ab, dass uns die OKR-Methode hilft, strategisch wichtige Aufgaben stärker zu priorisieren und weniger zielführende Tätigkeiten zu kürzen oder zu streichen. Gerade im Bereich Aus- und Weiterbildung und bei der Verbesserung unseres Leistungsangebots sind die positiven Auswirkungen spürbar. Wir bleiben also am Ball! 

Autor: Kategorie: Die Agentur
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